Die Verwendung von Eheringen für das Eingehen einer Partnerschaft hat eine lange Tradition und geht bis in die Antike zurück. Überliefert ist uns der Ringtausch zum Beispiel aus dem alten Rom. Dort wurden Frauen von ihren Männern mit Eheringen aus Metall beschenkt, was allerdings nicht nur als Zeichen von Verbundenheit und Liebe verknüpft war, sondern auch als sichtbarer Beweis für den Erhalt der Mitgift galt. Männer indes trugen keinen Ehering. Weite Verbreitung fanden hier Siegelringe und Giftringe, in deren hohlen Ringkronen kleine Mengen an Gift unentdeckt transportiert werden konnten.
Auch das damalige Anlegen eines Eheringes unterscheidet sich von unserer heutigen. Während im überwiegenden deutschsprachigen Raum und in Teilen Osteuropas Eheringe an der rechten Hand des Ringfingers getragen werden, geht die weltweit am häufigsten verbreitete Tragevariante auf die Antike zurück. Demnach wurde bereits in der damaligen Zeit der Ehering an der linken Hand getragen, weil eine dortige Blutader direkt zum Herzen führt. Das Tragen des Eheringes am danach so benannten „Ringfinger“ hat sich jedoch weltweit durchgesetzt.
Um einen Ehering richtig auswählen zu können, benutzen Juweliere und Schmuckverkäufer ein besonderes Ringmaß. Damit kann die exakte Ringgröße des Kunden ermittelt werden, um einen passgenauen und angenehmen Sitz des Ringes gewährleisten zu können. Danach folgt die Auswahl der Legierung, ganz nach dem eigenen Geschmack der Eheleute. Grenzen sind dabei mittlerweile keine mehr gesetzt. Sie können Eheringe in Gelbgold, Weissgold, aus Platin oder Titan, mit Diamanten oder ohne, in Rotgold oder Roségold auswählen. Viele Schmuckhersteller bieten auch die Möglichkeit, den genauen Vorstellungen ihrer Kunden entsprechend individuelle Ringe herzustellen. Dazu werden Wünsche vom Hersteller aufgenommen und in Form von Skizzen fixiert, bis der Kunde mit dem Ergebnis zufrieden ist. Liegt die fertige Zeichnung vor, können ausgebildete Goldschmiede die Eheringe nach Kundenwunsch anfertigen.
In einem letzten Schritt können Eheringe mit einer Inschrift versehen werden. Im Allgemeinen haben sich der Name des Ehegatten sowie das Datum der Eheschließung durchgesetzt. Aber auch andere für das Ehepaar bedeutende Daten oder kurze Sprüche können problemlos eingearbeitet werden und verleihen dem Ringpaar eine persönliche Note.