Verlobungsringe

Mit dem Anlegen von Verlobungsringen beginnt endgültig das gemeinsame Leben zwischen zwei sich liebenden Partnern. Er steht für gegenseitige Liebe und Verbundenheit und soll dem Umfeld darüber hinaus signalisieren, dass beide so gut wie verheiratet und somit nicht mehr zu haben sind. Traditionell werden Verlobungsringe von den Männern ausgesucht, gekauft und dann dem Lebenspartner überreicht. Meistens geht der Übergabe des Ringes der so genannte Heiratsantrag voraus, mit dem der Mann seine Absicht erklärt, dem geliebten Partner die Treue zu halten und ihn heiraten zu wollen. Der Verlobungsring soll dafür als Sicherheit dienen und steht für große Wertschätzung durch den Partner.

In Deutschland sowie in Österreich und anderen Teilen Europas werden Verlobungsringe am Ringfinger der linken Hand getragen. Erst bei der eigentlichen Hochzeit wechselte der Ring von der linken an die rechte Hand. Heutzutage wird jedoch der Verlobungsring durch einen neuen Ehering ersetzt, den beide Partner vor der Vermählung zusammen ausgesucht haben. In vielen Fällen bekommt der Verlobungsring die Funktion eines Vorsteckringes vor dem eigentlichen Ehering. Deshalb besitzt der Verlobungsring zumeist einen Diamantstein oder einen anderen, überwiegend hellen Schmuckstein mit einer schmalen Ringschiene aus Gold oder Silber. Aber auch Platin oder Titan werden heutzutage vermehrt von den Schmuckherstellern in den Ringen verarbeitet. Oftmals wandert der Verlobungsring jedoch nach dem Anlegen des Eheringes bei der Heirat in die Schmuckschatullen des Ehepaares und wird nicht mehr sehr oft getragen.

Eine weitere Tragevariante von Verlobungsringen nach der Hochzeit stammt aus dem 15. und 16. Jahrhundert aus Europa. Die so genannten Zwillingsringe wurden demnach zunächst von beiden Verlobten an der Hand getragen. Es handelte sich dabei um zwei passende Ringteile, die zusammengeschoben werden konnten. Am Tag der Heirat wurde der Ring des Mannes an die zukünftige Ehefrau übergeben, die an ihrem Ringfinger beide Teile zu einem Ehering zusammenfügte. Diese alte Tradition findet sich häufig in etwas veränderter Form auch heute noch in der Gesellschaft. Viele Menschen, deren Lebenspartner bereits verstorben sind, tragen dessen Ehering zusammen mit dem eigenen Ring als Zeichen von ewiger Liebe, Treue und Wertschätzung an ihrer Hand.